21. Mai - 22. Aug 2021 unbestimmt verschoben.

überBAU: ideologische_landschaften

Früher, als wir noch freie Radikale waren …

Nach der Ausstellung zum Abbau, die sich melancholisch nach Innen richtet und mit drastischen gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert, die in Leerstellen münden, soll die zweite Ausstellung genau in die gegengesetzte Richtung streben. Sie will auffüllen, was leer war, Meinungen bilden, anecken und vor allem Krach machen.

Die Ausstellung „überBAU: ideologische_landschaften“ erzählt ohne Wehmut die Geschichte von einer Zeit, in der jede:r von uns noch daran glaubte, die Welt verändern zu können. Sie ist eine Hommage an all jene, die dies bis heute noch tun. Mit explosiver Farbe, Symbolik und Musik kämpft sich jede Generation frei und setzt sich für eigene Werte und Ideale ein. Dabei dient Kunst als beliebte Ausdrucksform, um Missstände in der Gesellschaft aufzuzeigen und ideologisch-subkulturelle Zugehörigkeit nach außen zu tragen – und das mitunter laut, expressiv und unmissverständlich.

Sämtliche künstlerisch-ideologischen Auseinandersetzungen versammeln sich in dem marxistisch geprägten Begriff des Überbaus, der sich an den gegebenen ökonomischen Lebensverhältnissen abarbeitet und vielschichtige Landschaften zeichnet. Die Ausstellung „überBAU: ideologische_landschaften“ hinterfragt die Rolle der Kunst in unterschiedlichen ideologischen Entwürfen und lotet die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz, Kunst und Politik aus. Sie ist eine Erinnerung an die einstige friedliche Revolution in der Lausitz, an große Träume und gesellschaftliche Ideale und verweist gleichzeitig auf Traumata und tiefe Einschnitte. 

Ausstellende Künstler:innen

Christian Awe

Malerei

Der Berliner Künstler Christian Awe ist international bekannt für seine explosiven Farbkreationen. Im Mittelpunkt seiner komplexen Werke steht dabei die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Malerei und das Ausloten ihrer Grenzen. Awes Werke sind geprägt von einer intensiven Strahlkraft und Dynamik.

Andrew Clive Davies

lautmalerische Kunstobjekte

Seit den frühen 70er Jahren wird die Kunst von Andrew Clive Davies von Klängen, Geräuschen, Sprache, Stille und Musik inspiriert. Mit einer Vielfalt  unterschiedlichster Medien entwickelt er dabei eine skulpturale Prozesskunst, die den:die Betrachtende:n sowohl intellektuell als auch sinnlich fordert.

Kora Jünger

Zeichnung

Kora Jüngers Zeichnungen sind rotzig frech und provokativ plakativ. Sie nutzt Symbole, Sprüche und Stimmungen, um Emotionen zu evozieren, die unmittelbar an gesellschaftliche Diskussionen gekoppelt sind. In ihrer Direktheit fordert sie die Betrachtenden heraus Stellung zu beziehen oder Widerstand zu leisten.

dekern / Thomas Kern

Malerei

Thomas Kern ist ein getriebener, kunstbesessener Expressionist – alles muss raus und zwar in seiner Sprache: Kunst. Wenn „dekern“ etwas nicht sofort erfassen kann, so findet er mit Sicherheit schnell ein kreatives Hilfsmittel: Performance, Farbe, Schrott, Klänge oder Worte und das mit viel Humor und philosophischem Verständnis.